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19.06.07 18:55

E-Mail von Google erschreckt Webmaster: Spam oder echt?

Jeder, der eine Webseite betreibt, könnte in diesen Tagen eine Mail von Google im Postfach gehabt haben. Der Inhalt ist für den Seitenbetreiber wenig erfreulich: Google erklärt, dass die eigene Seite wegen unerlaubter Optimierungen aus dem so wichtigen Googleindex geflogen sei. Der Hintergrund dieser Mail ist besonders perfide.

Bestrafung oder Zufall?

 

Denn nicht wenige Webmaster bangen ohnehin momentan um ihren Stand beim Marktführer der Suchmaschinen. Denn viele Domains schwanken zurzeit erheblich bei der Reihenfolge der Suchergebnisse, was vielen Seitenbetreibern schon Sorgenfalten auf die Stirn gebracht haben dürfte. Diese E-Mail liefert eine vermeintliche Erklärung für das Phänomen. Und bestätigt vermutlich die schlimmsten Befürchtungen der Betreiber.

 

"In regelmäßigen Abständen überprüft Google seinen Index. Im Moment haben wir auch eine Qualitätsoffensive gestartet", erklärt Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland auf Anfrage von netzwelt. Die Suchmaschine optimiert derzeit also den Index und wirft auch tatsächlich Seiten aus diesem heraus, die gegen die Regeln verstoßen. Eine derartige Mail legt zu einem solchen Zeitpunkt also den Finger in die Wunde der Webmaster. Besonders tückisch: Der Wortlaut der entsprechenden Mail enthält tatsächlich den Originaltext, den Google in solchen Fällen verwendet. Auch die Links im Text sind authentisch und keine Phishing-Versuche.

Echt oder Fake?

 

Wie kann man nun herausfinden, ob die erhaltene E-Mail echt oder ein Fake ist? Da wäre zunächst der alte Trick: der Dateianhang. Die Spamvariante enthält in vielen Fällen die Datei "google webmastertools.zip" huckepack. Wenig überraschend: ein Trojaner. "Google versendet keine E-Mails mit Exe-Dateien im Anhang und unter dem Absender Donotreply@gmail.com", erklärt Keuchel. "Empfängern der gefälschten E-Mail empfehlen wir, den Anhang nicht zu öffnen".

 

Was steckt hinter dieser Spam-Attacke und warum wirkt die Fälschung so authentisch? Die mögliche Erklärung: "Wahrscheinlich hat ein betroffener Webmaster die Original-E-Mail so verändert und an viele Empfänger weitergeleitet", vermutet Stefan Keuchel von Google. Betroffenen rät er: "Wir empfehlen Webmastern, unsere Tools der Webmaster-Zentrale oder von sitemaps.org zu nutzen. Dort kann man über ein XML-Format mit Google kommunizieren."

 

Die Mail im Wortlaut

 

Betreff: Entfernung Ihrer Webseite www.Domain.de aus dem Google Index Datum: Wed, 09 May 2007 19:07:06 +0100 Von: Google Search Quality DO NOT REPLY An:

 

Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.Domain.de,

 

bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:

 

www.google.de/webmasters/guidelines.html

Um die Qualitaet unserer Suchmaschine sicherzustellen, haben wir bestimmte Webseiten zeitlich befristet aus unseren Suchergebnissen entfernt. Zurzeit sind Seiten von www.Domain.de fuer eine Entfernung ueber einen Zeitraum von wenigstens 30 Tagen vorgesehen.

Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt:

 

*Seiten wie z. B. Domain.de, die zu Seiten wie z. B. www.Domain.de/index.htm mit Hilfe eines Redirects weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist.

 

Gerne wollen wir Ihre Seiten in unserem Index behalten. Wenn Sie wollen,, dass Ihre Seiten wieder von uns akzeptiert werden, korrigieren oder entfernen Sie bitte alle Seiten, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Wenn dies erfolgt ist, besuchen Sie bitte die folgende Webadresse, um weitere Informationen zu erhalten und einen Antrag auf Wiederaufnahme in unseren Suchindex zu stellen:

 

https://www.google.com/webmasters/sitemaps/reinclusion?hl=de

 

Anbei erhalten Sie ein Google Webmastertool um Ihre Seite erneut zu indexieren.

 

Google Search Quality Team Kopie an: webmaster@Domain.de

 

Fazit: Ruhe bewahren

 

Die derzeitigen Schwankungen in den Suchergebnissen bei Google sind Folge der Arbeiten am Index. Auch wenn sie ärgerlich sind, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Auch wenn diese Mail authentisch wirkt, ist sie in den allermeisten Fällen schlicht Spam, der mit den Ängsten der Empfänger spielt. Wie immer gilt: Keinesfalls die Anhänge öffnen! Dann dürfte sich der Spuk in wenigen Tagen gelegt haben. Falls die E-Mail echt sein sollte, stammt sie nicht von Donotreply@gmail.com.

 

Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt:

 

*Seiten wie z. B. Domain.de, die zu Seiten wie z. B. www.Domain.de/index.htm mit Hilfe eines Redirects weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist.

 

Gerne wollen wir Ihre Seiten in unserem Index behalten. Wenn Sie wollen,, dass Ihre Seiten wieder von uns akzeptiert werden, korrigieren oder entfernen Sie bitte alle Seiten, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Wenn dies erfolgt ist, besuchen Sie bitte die folgende Webadresse, um weitere Informationen zu erhalten und einen Antrag auf Wiederaufnahme in unseren Suchindex zu stellen:

 

https://www.google.com/webmasters/sitemaps/reinclusion?hl=de

 

Anbei erhalten Sie ein Google Webmastertool um Ihre Seite erneut zu indexieren.

 

Google Search Quality Team Kopie an: webmaster@Domain.de

 

Fazit: Ruhe bewahren

 

Die derzeitigen Schwankungen in den Suchergebnissen bei Google sind Folge der Arbeiten am Index. Auch wenn sie ärgerlich sind, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Auch wenn diese Mail authentisch wirkt, ist sie in den allermeisten Fällen schlicht Spam, der mit den Ängsten der Empfänger spielt. Wie immer gilt: Keinesfalls die Anhänge öffnen! Dann dürfte sich der Spuk in wenigen Tagen gelegt haben. Falls die E-Mail echt sein sollte, stammt sie nicht von Donotreply@gmail.com.

 

Mit freundlicher Genehmigung von netzwelt.de

 

Quelle: netzwelt.de

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